News: Max Rubadub released „Run 45“-Riddim inkl. Interview

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maxrubadub_run45Vorstellen nicht nötig: Mit zig Mixtapes, Remixes und Hunderten von DJ-Auftritten ist Max Rubadub ein fester Bestandteil der Schweizer Reggae-Szene und bekommt auch aus dem Ausland immer mehr Aufmerksamkeit.

Am 26. Juli 2013 erscheint nun die erste offizielle Riddimproduktion aus dem Soundmax Studio in Herzogenbuchsee und wir haben mit Max Rubadub über seine Shows in Ausland, seinen „Run 45 Riddim“ und die nächsten Projekte gesprochen.

Soundsnippets vom Run45 Riddim & die Tracklist ist am Ende des Artikels zu finden.

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[Reggaenews] Du warst in den letzten Wochen und Monaten enorm viel rumgekommen und hast nicht nur – wie schon seit Jahren – alle Ecken der Schweiz bespielt, sondern wurdest auch ins Ausland gebucht. Bericht uns doch ein bisschen von deinen Erlebnissen im Ausland.

[Max Rubadub] Ja auf der „100% Exclusive“ Tour zu meinem neuesten Mixtape bin ich tatsächlich ein bisschen rumgekommen. Ende Dezember gings erstmal nach Hoyerswerda im Osten Deutschlands. Da hab ich im Ratskeller gespielt, eine nice, kleine Location mit übergrossem Soundsystem. Es war gut gefüllt und ich hatte da sogar schon 3 fans, die meine mixes kannten 🙂

Ende Februar dann, gings für ein Weekend nach Österreich. Am Freitag in Linz mit nem Gastauftritt bei Madhou5e TV, was recht schräg  war. Da so beleuchtet von 7 Kameras aufzulegen war ziemlich ungewohnt, da du keine Vibes hast, die du normal im Dance von der Massive bekommst. (http://www.youtube.com/watch?v=V8H5Hi0JBrs) Und danach gings dann im Smaragd Club im Gewölbe-Keller rund, was sehr viel nicer war.

Tags darauf hab ich dann im Cafe Leopold in Wien gespielt, wicked Location und gute Dancehall-Massive. Während meinem Set war da ein Paar in der ersten Reihe die voll abgingen, als ich danach draussen war um frische Luft zu schnappen gingen sie gerade. Und ich sag so in meinem besten Hochdeutsch „Schönen Abend noch“ und sie antworten in lupenreinem Schweizerdeutsch „Tschüss“, hehe…

Wien waren allgemein sehr gute Vibes, viele alte Links wiedermal getroffen und diese Stadt ist einfach gemütlich. Einen Monat später, Ende März, gings dann ab in den Osten. Ich flog an die slowenische Küste nach Koper. Sehr nette Leute und ein sehr schönes Land, Slowenien hat mir gut gefallen. In Koper war noch lustig, dass ich quasi mit 3 Generationen Sounds aufgelegt hab, Total Destruction haben Freedom Fighters nachgezogen und die wiederum Jahklin Selectah. Danach gings über Kroatien nach Budapest wo ich noch ein paar Tage Ferien gemacht habe.

Das Wochende darauf bin ich dann nach Athen weitergeflogen wo ich Blend Mishkin getroffen habe. Tags darauf gings nach Larissa in die Blow Bar, craaaazy Massive. Die haben da sogar meine Dubplates mitgesungen, besonders eine Gruppe vor dem DJ-Pult, die den ganzen Abend den Refrain von meinem Dodo/Steff Dub wiederholt haben. Aber auch andere Blends von meinem Mix konnten sie auswendig. Das ist mir absolut eingefahren, wie wildfremde Leute tausende Km entfernt von zuhause deinen Sound abfeiern und Dubs mitsingen 🙂

Es war schön wieder zurück zu sein und viele alte Gesichter wiederzutreffen. Für mich ist es immer nice an neuen Orten spielen zu dürfen, neue Leute zu treffen und mit ihnen Musik zu teilen. Weitere Locations sind schon in Arbeit, sowie auch die nächste Tour 🙂

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Nach zig Remixes kommt jetzt im Juli deine erste eigene Produktion raus namens „Run 45 Riddim“. Seit wann spielst du mit der Idee einen eigenen Riddim zu veröffentlichen und wie war der Arbeitsprozess für den „Run 45“?

Also um genau zu sein hab ich letzten Dezember schon meine erste Produktion released, und zwar die Single „Don’t Fight“ mit dem jamaikanischen Artist  Di Govanah. Dies ist aber nun meine erste offizielle Riddim-Selection, was mich sehr stolz macht, dass sie endlich rauskommt. Ein Traum wars immer schon, jedoch konkret Artists anzugehen hab ich ca. vor einem Jahr begonnen. Am Anfang wars ziemlich mühselig und eine Zeit lang wollt ichs sogar wieder sein lassen, denn auf viele Mails bekommst du gar keine Antwort und die wenigen die dir antworten fragen dann meist wieviel du denn zahlst, dass sie voicen. Doch rückblickend muss ich sagen hat es sich gelohnt.

Ich mein dadurch, dass wir halt kein Major-Label sind und es in diesen Zeiten allgemein schwierig ist mit Releases überhaupt die Produktions-Kosten rauszuholen, hatte ich weder Lust noch die Mittel da gross Geld zu investieren. Es ist heutzutage einfach fast niemand mehr bereit für Musik zu bezahlen, was sehr schade ist. Aber für eine nächste Selection sollte das nun einfacher werden, da wir jetzt viele neue gute Links haben, die auch gerne mit uns arbeiten. Da bin ich froh 🙂

Ob ich remixe oder einfach so nen Riddim produziere ist praktisch dasselbe, denn meistens verwende ich bei nem Remix eh nur die Vocal-Spur, sprich der Riddim den ich dafür produziere funktioniert auch eigenständig. Ehrlich gesagt war das beim Run 45 auch der Fall, den hab ich original für ein Vocal vom Holländer General Trix produziert. Auch sonst hab ich bis jetzt meist Riddims die aus Remixes entstanden sind, voicen lassen. Wenn du aufmerksam zuhörst findest du da auf meiner Soundcloud einige Beispiele dafür.

Du bist nicht nur als Produzent sehr aktiv, sondern vorallem auch als DJ an den Dances unterwegs. Inwiefern hat das einen Einfluss auf deine Produktionen und Remixes?

Hmmm, ich denke in erster Linie lege ich dadurch grossen Wert auf die Tanzbarkeit meiner Produktionen. Ansonsten kann ich so natürlich auch immer gleich im Dance testen wie die Tunes live funktionieren oder besser gesagt ich könnte. Ich lege nämlich eigentlich relativ selten meine eigenen Produktionen auf. Das klingt jetzt vielleicht komisch und manch einer wird sich fragen warum das so ist, aber ich hab dieses Phänomen schon mit anderen DJ-/Produzenten-Kollegen diskutiert und wir sind drauf gekommen, dass wenn man schon so viel Zeit mit der eigenen Produktion verbracht hat, wirken Tracks von anderen Produzenten halt irgendwie interessanter. So ganz nach dem Sprichwort, „Des Nachbars Kirschen schmecken süsser“.

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Neben dem Run45 Riddim, der am 26. Juli erscheinen wird, was kann man sonst noch erwarten aus dem Soundmax-Studio, respektive von Max Rubadub?

Wie man sichs von mir gewohnt ist kommen natürlich noch viele Remixes (Junkie for life ;), unter anderem für die Badener Reggae-Band Riddemption oder für das Irische Label Irish Moss. Für unser Label, Gideon Production, arbeite ich zudem an verschiedenen EPs mit Di Govanah, Redwan und Mandinka Warrior und natürlich ist auch an eine nächste Riddim-Selection in Planung. Zwischendurch leih ich meine Riddims auch verschiedenen Künstlern, die mich halt danach fragen.  Neben den Produktionen arbeite ich im Moment vor Allem hart an meinem neuen Mixtape welches am 10. August kommt. „Rebellious Nature“ wird das Ding heissen und passen dazu ist auch wieder eine Tour geplant, denn live zu spielen ist mir trotz allen Produktionen und Studio-Arbeiten immer noch am wichtigsten.

1. Pon the Highway – Gideon Allstars
2. Couldn’t Believe – Di Govanah
3. Sing bout Gal – Badd Cash
4. Work & Collect – Rivah Jordan
5. Informa – Mandinka Warrior feat. Redwan
6. Jah Jah a di Ruler – Karubel feat. Singing Ceasar
7. Eyelash – Dutchie Gold
8. Massaker – Collie Herb feat. Thai Stylee & Sorgäching
9. Vacation – Mr Traffic
10. Swiss Dancehall Tun Up – Baba The Fayahstudent feat. Bounce Chief
11. Peace & Love – Hefla Nyah

Run45 Riddim erscheint am 26. Juli über Gideon Productions und ist in allen Mp3-Stores erhältlich.
iTunes-Link: https://itunes.apple.com/album/run-45-riddim/id666823124?v0=9988&ign-mpt=uo%3D1

 

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