Musik: Remix Galore part 1

Reggae

Es gibt 1000 unnötige, langweilige Remixes…aber auch einige unbeachtete Perlen, die nur darauf warten ein Plätzchen auf deinem Ipod zu kriegen. Hier eine kleine Auswahl.

K’Naan – der Verfasser der offiziellen WM-Hymne Wavin‘ Flag – gab sich schon auf dem Erfolgsalbum ‚Troubadour‘ vielseitig. K’Naan ist Rapper, hört gern Pop, ist stolz auf seine afrikanische Herkunft und hängt mit Damian Marley ab, dementsprechend klingt auch seine Musik.
Bei seinem Remix-Projekt ‚The Messengers‘ geht der Somalier aber noch einen Schritt weiter.
K’Naans Lyrics treffen auf die Afrobeat-Legende Fela Kuti, Folksänger Bob Dylan und Bob Marley. Umgesetzt wurden die drei Mixes vom renommierten HipHop-DJ J.Period. Interview-Ausschnitte der drei Musiklegenden und Skits mit K’Naan selbst leiten geschickt von Song zu Song über.

Veröffentlicht nur als Download (August 2009)
Download: http://www.jperiod.com/knaan/

K’Naan & J Period – The Messengers Mixtape from Mark Valino on Vimeo.

Durch rumklicken auf Myspace stolperte ich vor einiger Zeit auf einen Remixer aus Down Under. Macro Dubplates nennt sich der Australier, der zwei Remix-Alben im Netz hat. Das Konzept ist simpel, aber effektiv: Rap-Acapella’s über Reggae-Riddims. Der Wu-Tang-Clan rappt Klassiker der ‚Enter the 36th Chamber‘-LP über King-Tubby-Dubs und das ‚Black Album‘ von Jay-Z trifft auf die Wailers. Die Acapella’s sind ein bisschen ausgeluscht, da schon tausend Mal benutzt, ansonsten gute Sache.

Erschienen Anfang 2009, seit Dez 2010 auch als Vinyl draussen.
Download:http://chrismacro.com/downloads/

Ähnlich geht’s weiter bei Max Tannone. Der amerikanische Bastler mischte in der Vergangenheit schon Jay-Z über Musik von Radiohead, bei seinen zwei aktuellen Projekten klicken aber auch Reggae-Fans auf den Download-Button: MC Mos Def verkündet seine Message zu den Klängen gestandener Reggae-Klassiker wie Israelites (Desmond Dekker) oder Johnny Too Bad (Slickers). Das zweite Album funkioniert gleich, nur kommt diesmal Wortakrobat Talib Kweli zum Einsatz.

Im Netz erschienen Anfang 2010, seit Herbst 2010 auch als Vinyl-Versionen erhältlich
Download: www.maxtannone.com/projects/

Und – Last but no least – ein Projekt von der Züri-Schnorre Phenomden. 2010 bastelte er mit dem Ali Baba Sound den ‚Roots und Kultur‘-Mix. Songs von Richie Spice, Alaine oder Pressure werden fleissig ineinander gejuggelt. Der Clou: Zu jedem Stück voicte Phenomden eine eigene Strophe, die sich thematisch am Original anlehnt. Zu Beres Hammonds ‚I Feel Good‘ erzählt er vom z’Nacht bei Kollegen oder chantet in Kombination mit Richie Spice über den Kreislauf des Lebens.
Gute Idee und sehr gute Umsetzung, auch wenn die Lyrics und Styles (meiner Meinung nach) nicht ganz ans Alben-Niveau rankommen…Aber bei Phenomden ist die Messlatte auch verdammt hoch. d.h

Draussen als Freeload und CD seit Frühling 2010.
Download: http://www.mediafire.com/?dyz0kzadztl